Von Geschwistern, Teddybären und Krimigelüsten – Ein Steckbrief

Rosalie begleitet Vanessa seit sie denken kann. Schon in Kindertagen stand sie ihr zur Seite, und noch heute hilft es ihr in schwierigen Situationen, wenn sie Rosalie einfach mal an sich drücken kann.

 

Rosalie ist Vanessas erster Teddy. Und es gab so manche Situation, die Vanessa in ihrer Kindheit Kraft und Nerven gekostet hat! Denn die freudige Ankündigung ihrer Eltern, dass sie bald ein Geschwisterchen bekommen würde, kam zuerst nicht allzu gut an.
Genau genommen war sie absolut dagegen.

Hatte sie doch bis zu diesem Zeitpunkt ein wunderbares Leben als Einzelkind. Die volle Aufmerksamkeit ihrer liebevollen Eltern, eine behütete Kindheit und außerdem: Oma! Vanessas Großmutter ist bis heute eine wichtige Bezugsperson, die sie regelmäßig  besucht. „Jeden Samstag geht es zum Kaffee zu Oma.“ sagte sie. Das zählt sie zu ihren wichtigsten Ritualen. „Meine Oma ist meine zweite Mama. Ich war zu Kindergarten- und Grundschulzeiten, als es meinen Bruder René noch nicht gab, an zwei Wochentagen und samstags bei ihr. Meine Mutter ist in der Zeit arbeiten gewesen. Bei Oma durfte ich einfach alles, das einzige was mir verboten wurde, war auf dem Bett zu hüpfen. Aber damit konnte ich gut leben! 🙂 Wir haben gepuzzelt, Mensch ärger dich nicht gespielt und vieles mehr. Sie hat immer viel Quatsch mit mir gemacht und bedeutet mir sehr viel. Auch heute kann ich immer mit ihr lachen.“

Und dann sollte ein Brüderchen kommen! Vanessa war strikt dagegen und hat ihrer Mutter versucht klarzumachen, dass das einfach nicht geht. „Aber mit der Dauer der Schwangerschaft meiner Mutter habe ich mich langsam an den Gedanken gewöhnt und als mein Bruder René dann auf der Welt war, habe ich mich doch sehr gefreut! Und jetzt würde ich ihn niemals wieder hergeben und bin unglaublich glücklich das es ihn gibt!“ Ende gut, alles gut! 🙂
Aber es gab eben auch so manches zu verdauen, das mit der Ankunft des neuen Babys verbunden war. Ein Umzug in eine größere Wohnung zum Beispiel. „Ein Umzug der verbunden mit René sein musste, da die Wohnung einfach zu klein war, war grausam für mich. Wir sind nicht weit umgezogen, wenn man so will, nur die Straße runter, aber ich hatte im Haus Freundinnen, von denen ich nicht weg wollte. Und durch den Umzug ist in dem Alter leider trotzdem der Kontakt abgebrochen. Das war sehr schade.“

 

Aber wie so oft helfen uns kleine Freunde über schwere Zeiten hinweg. In Vanessas Fall waren das, neben ihrem Teddy Rosalie, einige Haustiere.

Als erstes hatte sie ein Meerschweinchen namens Sunny. „Sie war total süß und lieb aber leider hat sie immer überall hingemacht, weshalb ich sie viel zu selten raus geholt habe. Ich habe sie zur Einschulung bekommen, wenn ich mich richtig erinnere.“  Dann kamen die Hamster Quenny und Minni.  Kaninchen Schnuffi ist auf sehr niedliche Art und Weise zu ihrem Namen gekommen: „Sie hatte eine chronische Erkrankung und musste immer nießen!“ Außerdem gab es noch Kaninchen Chipsy und später kam noch Murphy dazu. „Und meine Oma hatte eine Hündin.“ sagt Vanessa. „Kora. Mit ihr bin ich quasi aufgewachsen und sie hat mich schon beschützt als ich noch im Kinderwagen lag. Sie war eine richtige Traumhündin, deswegen muss ich sie auch noch erwähnen.“
Vanessa ist verheiratet, 26 Jahre alt und steht seit einigen Jahren im Berufsleben. Sie hat einen klassischen Bürojob im Gesundheitswesen. Ich frage sie, ob sie schon immer einen Bürojob im Auge hatte. „Nein, als Kind wollte ich Tierärztin werden. Später als Jugendliche dann Physiotherapeutin.“ Was hat sie davon abgebracht? „Die Tatsache, dass mir irgendwann klar wurde, dass ich dann auch viel Leid sehen würde, hat den Wunsch Tierärztin zu werden,  zunichte gemacht. Und die Physiotherapie – ich bin einfach unsportlich.“ Sehr sympathisch, finde ich.
Nachdem der erste Umzug ja bekanntlich nicht gerade in schönster Erinnerung ist,  so war der Bezug der gemeinsamen Wohnung mit ihrem heutigen Ehemann aufregend und mit der Freude auf ein eigenes gemeinsames Heim verbunden. Einen Kinderwunsch haben die beiden, aber es ist noch ein wenig Zeit.

 

Vanessa liest gern in der Straßenbahn. Sie ist es gewohnt, täglich insgesamt fast zweieinhalb Stunden unterwegs zu sein, um zur Arbeit und zurück zu fahren.

Und währenddessen liest sie fast alles, was ihr zwischen die Finger gerät. „Als Thriller finde ich von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos das Buch Abgeschnitten sehr spannend oder von Sebastian Fitzek allein das Werk Seelenbrecher. Beide Bücher gehen an die Psyche und man fiebert richtig mit“ sagt sie. Und aus der Romantikabteilung? „Nach dem bekannten Buch P.S. Ich liebe dich von Cecelia Ahern gibt es noch ein weiteres Buch von ihr Zwischen Himmel und Liebe. Das Buch ist zum Weinen schön. Schön finde ich auch von Nicholas Sparks Wie ein einziger Tag. Einfach hinreißend romantisch.“ Und dann hat Vanessa noch einen Buchtipp aus der Fantasy-Ecke für uns: „Eine Buchreihe von Yasmine Galenorn – Schwestern des Mondes. Alles ziemlich weit hergeholt aber trotzdem irgendwie fesselnd. “

An den Buchtipps habe ich schon einmal Gefallen gefunden. Wie sieht es mit Empfehlungen im kulinarischen Bereich aus? „Giottotorte!  Wenn es mal schnell gehen muss, ist sie einfach super!“
Das (wirklich schnelle!) Rezept: Entweder 2 Tortenböden selbst backen oder einen Wienerboden kaufen (davon reichen 2 von 3 Böden) Den einen Boden mit Nutella bestreichen. 800 ml Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker (jeweils 4 Tütchen) steif schlagen. Von 3 Packungen Giotto ca. 20 Kugeln zum Verzieren beiseite legen. Restlichen Giotto zerkleinern und unter die Sahne geben. Auf den ersten Boden die Hälfte der Sahne geben, dann den zweiten Boden drauf legen und die restliche Sahne verteilen. Torte mit übrigen Giotto und Sahne verzieren. Fertig! Vanessa´s zweiter Tipp kommt aus der herzhaften Ecke: Italienischer Nudelsalat a la Lisa von Chefkoch.de!

 

anhang-39„Sehr lecker und einfach mal was anderes!“ sagt sie. Und da ich hier bisher ausschließlich für süße Beiträge gesorgt habe, beschließe ich, einfach mal etwas Herzhaftes nachzukochen. Und nach ein wenig Schnippelei und Rührerei habe ich im Handumdrehen einen tollen neuen Salat für die nächste Party gezaubert!

 

 

 

Wie würde Vanessa sich selbst beschreiben?
Das fällt ihr schwer.

Am liebsten hört sie von anderen, wie sie sie beschreiben würden. Um dann festzustellen, ob ihr das gefällt – oder ob sie etwas an sich ändern möchte. Schließlich lässt sie sich aber doch zu einer Selbst-Einschätzung hinreißen: „Ich würde mal sagen, tollpatschig mit Humor, rechthaberisch, hilfsbereit, öfter leicht reizbar, ehrgeizig. Mein Mann sagt als erstes „liebevoll“ :-)“. Das ist doch mal ´ne Aussage. Und Kaffee gehört zu Vanessas Leben! Morgens, ganz dringend. Früh aufstehen fällt ihr nicht ganz so leicht, aber mit Kaffee geht eben vieles leichter im Leben. Wenn dann noch die Sonne scheint und die Temperatur bei etwa 25 Grad liegt, kann der Tag kommen.

Ich frage Vanessa, was ihr größter Wunsch für die Zukunft ist. „Meine Lebenszeit bestmöglich nutzen“, sagt sie. Und wenn sie richtig viel Geld hätte, sagen wir, fünf Millionen Euro? „Ein, zwei schöne Häuser kaufen für mich und meine Liebsten. Und ein Ferienhaus an der Nordsee. Dort bin ich sehr gerne. Ich würde wahrscheinlich etwas weniger arbeiten und mehr Zeit mit den Menschen um mich herum verbringen. Einen Teil des Geldes würde ich spenden.“

Was müsste mit auf die berühmte einsame Insel? „Musik, etwas zu schreiben und – natürlich – Rosalie…“
Es ist doch schön zu sehen, dass die Dinge, die in der Kindheit wichtig waren, auch heute noch eine große Rolle spielen! 🙂

Alles Liebe

Eure Jassi

 

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.