Von Fröschen und Prinzen. Und Cakepops

Es war einmal

 

… eine Hobbybäckerin, die sich in den Froschkönig verliebt hatte.

Also, genau genommen in das Rezept für Frosch-Cakepops.
Die fand ich von Anfang an großartig und habe mich gefragt, wie ich sie am besten in meinem Blog unterbekomme. Ich könnte sie einfach nachbacken (langweilig) und Euch das Rezept präsentieren (immernoch langweilig). Oder: Ich mache den Frosch gewissermaßen zum Star und verschaffe ihm die Rolle seines Lebens. Und wo ginge das besser als in einer Szene aus dem Märchen Der Froschkönig.

 

Kennt Ihr das Märchen noch? Mir geht es ja immer so, dass ich die Geschichten alle durcheinander werfe und am Ende wird Rotkäppchen von den sieben Zwergen gerettet, während Schneewittchen den bösen Wolf an der Backe hat. Also, zur Sicherheit hier nochmal die Kurzfassung:

 

Eine junge Königstochter saß an einem Brunnen und spielte mit ihrer goldenen Kugel (heute wäre es wahrscheinlich das iPhone der neuesten Generation). Versehentlich fiel die Kugel ihr dabei in den Brunnen, worüber sie am Boden zerstört war und weinte. Aber – nicht verzagen – ein Frosch war in der Nähe und bot an, die Kugel wieder aus dem Brunnen zu fischen. Als Gegenleistung verlangte er aber, dass die Prinzessin ihn mit nach Hause nehmen und ihn von ihrem Tellerchen essen und in ihrem Bettchen schlafen lassen müsse. Die Prinzessin (schlau wie sie war)  willigte ein und ging sowieso nicht davon aus, dass der Frosch ihre Kugel retten konnte, geschweige denn, sie dazu zwingen konnte, ihn mitzunehmen. Tja, falsch gedacht – der Frosch brachte ihr die Kugel zurück und forderte seine Belohnung ein. Die Prinzessin aber eilte nach Hause und ließ den Frosch am Brunnen zurück.

Soweit so gut. Erstaunlicherweise hüpfte ihr den Frosch allerdings bis zum Königsschloss nach, klopfte an die Tür und verlangte wieder nach seiner Belohnung. Die Prinzessin sträubte sich, der König jedoch zwang sie dazu, den Frosch hereinzulassen. Er befahl ihr, ihr Versprechen zu halten und dem Frosch seine Wünsche zu erfüllen, so dass sie ihn schließlich mit auf ihr Zimmer nehmen musste.

Aber statt ihn mit in ihr Bettchen zu nehmen, warf sie ihn mit bitterböser Miene an die Wand.
Und – tadaaaaaa! – er verwandelte sich in einen Prinzen! Der ließ sich natürlich direkt vor ihr auf die Knie fallen, sie sagte „Ja“ und das Ende kennt ihr.

 

Und da ich nun für meine Backsession nicht gerade die Szene wählen wollte, in der der arme Frosch an die Wand geworfen wird (wäre auch blöd für den Cake-Pop), habe ich mich für die Szene am Brunnen entschieden.

 

Tja, was brauche ich? Ich möchte natürlich nicht nur den Frosch, sondern auch die restlichen Bestandteile des Bildes aus Cake-Pops gestalten. Die Prinzessin, den Brunnen und die goldene Kugel (das wird einfach!). Neben den Cake-Pop-Zutaten brauche ich auch einige Cake-Pop-Halter oder einfach Holzspieße und natürlich eine Styropor-Platte, in die später alles hineingesteckt wird. Quasi als Bühne.

Für den Frosch stelle ich einen Frosch-Pop nach diesem Rezept her: Froschpops

Aus dem gleichen Grundteig fertige ich 24 kleine Kugeln, aus denen später der Brunnen entstehen soll. Theoretisch kann man hier natürlich die grüne Lebensmittelfarbe weglassen.
Den Frosch-Pop mache ich ein bisschen größer als die Brunnen-Pops. Zusätzlich benötige ich Vollmilch-Kuvertüre (etwa 100 g) zum Bemalen der Brunnen-Pops.

Für die Prinzessin backe ich einen etwas größeren Cake-Pop aus einem leichteren Backteig.
Ihr Köpfchen wird nämlich später durch die langen Haare, die ich ihr verpasse, ohnehin schon sehr schwer. Und ich möchte nicht, dass der Kopf der Prinzessin irgendwann auf dem Holzspieß von oben nach unten rutscht. Nicht, dass das noch eine Szene aus einem Horror-Film wird…

Hierfür eignet sich der Teig, den ich für die Froschpops benutze, wenn man den Teig nicht in einer Kastenform abbackt, sondern einfach in einem Cake-Pop-Maker oder in einem Cake-Pop-Blech im Backofen abbackt und  die Frischkäse-Butter-Mischung zum Schluss weglässt. Außerdem muss man natürlich unbedingt die grüne Lebensmittelfarbe weglassen (es sei denn, der Prinzessin ist übel) 🙂

Die goldene Kugel forme ich nun doch lieber aus gelber Fondant-Masse, genau wie die blonden Haare, das Kleid und die Arme der Prinzessin. Aus ein wenig roter Lebensmittelfarbe und Zuckerguss (einfach Puderzucker mit sehr wenig (!) Wasser mischen) stelle ich die Farbe für das Kleid her. Rosa-rote Zuckerstreusel nehme ich für die Punkte auf dem Kleid. Für das Gesicht brauche ich blaue, rote und orange Lebensmittelfarbe (Augen, Mund, Wangen) und für die Wimpern noch einmal ein ganz klein wenig Vollmilch-Kuvertüre.

 

Ich beginne also damit, den Prinzessinnen-Pop, den Frosch-Pop und die Brunnen-Pops zu backen.

Den Teig für den Prinzessinnen-Pop gebe ich in meinen Cake-Pop-Maker.

Anhang 1(5)Anhang 2(1)

 

Den Frosch-Pop bereite ich nach Anleitung im Rezept zu und stelle auch die Brunnen-Pops her, indem ich den Teil, in dem es um das Verzieren geht, weglasse. Stattdessen stecke ich jeweils drei Brunnen-Pops auf einen Holzspieß, fertige insgesamt 6 solcher Spieße und bemale die Pops anschließend mit geschmolzener Vollmilch-Kuvertüre. Wenn die Spieße trocken sind, stecke ich sie so in die mit Alufolie umwickelte Styropor- oder Schaumstoff-Platte, dass sie kreisförmig einen Brunnen ergeben. Die goldene Kugel rolle ich kurzerhand aus einem Stück Fondant-Masse, stecke ihn auf einen Spieß und platziere diesen so, dass die Kugel sich im Brunnen befindet. Den Frosch-Pop stecke ich ebenfalls auf einen Spieß und setze ihn hinter den Brunnen.

Nachdem ich den Prinzessinnen-Pop aufgespießt und auf dem Schaubild platziert habe, male ich der Dame aus blauer, orangefarbener und roter Lebensmittelfarbe, die ich jeweils mit Zuckerguss gemischt habe sowie ein paar Tropfen Vollmilch-Kuvertüre ein Gesicht. Ein Kleidchen forme ich ihr, indem ich eine dünne Scheibe von meinem gelben Fondant-Block abschneide und sie so forme, dass man sie um den Holzspieß herumlegen kann. Ich knete kleine Arme aus sehr kleinen Stückchen Fondantmasse und klebe sie an das Kleid. Um der Prinzessin lange Haare zu zaubern, schneide ich sehr dünne Streifen vom Fondant ab unFondant-Haared drehe sie zu Spiralen. Diese haften relativ gut, wenn man sie leicht am Cake-Pop andrückt. Aus kleineren Stückchen zaubere ich ihr noch eine Art Pony. Das Kleid bemale ich mit rotem Zuckerguss und klebe ein paar rosarote Zuckerperlen darauf.

Mal sehen. Der Hals der Prinzessin ist zu lang. Schließlich wird das hier nicht Schwanensee. Ich nehme den Pop noch einmal vorsichtig vom Spieß und kürze selbigen dann um ein Stückchen. Besser. Ich setze der Prinzessin ihr Köpfchen wieder auf.

 

                    Und fertig ist das Bühnenbild!

 

Froschkönig-Szene

 

Fazit: Meine Prinzessin ist keine Schönheit. Zu meiner Verteidigung: In meinem Märchenbuch steht nur was von einer Prinzessin. Nicht, dass sie schön war…. 🙂
Der Frosch schaut ganz niedlich aus. Vielleicht werfe ich ihn nachher mal zur Probe an die Wand… 🙂

 

Märchenhafte Grüße & alles Liebe

Eure Jassi

 

 

 

 

 

 

 

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